Bayerischer Wald

Bay.Wald-Karte.jpg (11557 Byte)

 

Größe

24.250 Hektar (Staatswaldbesitz)

Lage

In den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau im Inneren Bayerischen Wald entlang der Grenze zur Tschechischen Republik

Höhenlage

Zwischen 600 und 1453 Meter (Kolbersbach / Großer Rachel)

Geologie

überwiegend Urgesteine aus Granit und Gneis. Meist saure Bodenentwicklung

Klima

Rau mit kontinentaler Tönung; lange, schneereiche Winter und kühle, feuchte Sommer
Jahresmitteltemperatur:
je nach Höhenlage 2 bis 6 Grad C
Jahresniederschläge:
1200 mm (Tallagen) bis über 2000 mm (Kammlagen)

Vegetation

Waldanteil über 98 % der Nationalparkfläche
Bergfichtenwälder in den Hochlagen ab 1.200 m Seehöhe
Bergmischwälder (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) in den Hanglagen
Aufichtenwälder in den nassen Talmulden mit nächtlichem Kaltluftstau
Hochmoore, Bergbäche, Eiszeitsee sowie nacheiszeitliche Blockfelder

Tierwelt

Typisches Artenspektrum mitteleuropäischer Bergwälder wie Rothirsch, Reh, Wildschwein, Fuchs, Dachs, Marder und auch Fischotter; über 50 Waldvogelarten, darunter sehr seltene wie Auerhuhn, Haselhuhn, Schwarzspecht, Weißrückenspecht, Dreizehenspecht, Rauhfußkauz, Sperlingskauz, Hohltaube; zahlreiche, auch seltene Insektenarten, insbesondere auf Totholz lebende Käfer
Natürlich zurückgekehrt sind Luchs, Wanderfalke und Schwarzstorch

Rad- und Wanderwege

Über 300 km gut markierte Wanderwege erschließen die charakteristischen Landschaftsausschnitte des Nationalparks wie Berggipfel, Bergbäche und auch Moore.
Mehr als 200 km markierte Radwege durchziehen den Nationalpark und verbinden an drei Grenzübergängen für Fußgänger und Radfahrer bei Ferdinandsthal, Gsenget und Buchwald den Nationalpark Bayerischer Wald mit dem Nationalpark Sumava
Unentbehrlicher Bestandteil jedes natürlich sich entwickelnden Waldes, in dem der Mensch nicht pflegend oder nutzend eingreift, sind aber auch absterbende Bäume. Achten Sie deshalb bei Ihren Wanderungen auf herabstürzendes Totholz und verlassen Sie den Wald bei stürmischem Wind.

Besucher-
einrichtungen

Informationszentrum mit Hans-Eisenmann-Haus, Tier-, Pflanzen- und Gesteins-Freigelände, Infostelle Ludwigsthal, Erlebnisweg Watzlik-Hain, Erlebnisweg "Schachten & Filze, Seelensteig, Aufichtenwaldsteg, Hochwaldsteig, Waldspielgelände, Felswandergebiet

Das zweisprachige grenzüberschreitende Waldgeschichtliche Wandergebiet "Natur & Geschichte erleben" verbindet die beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava am Fußgänger- und Radfahrer-Grenzübergang bei Buchwald/Bucina miteinander.

Kneippanlagen, Spiel- und Grillplätze komplettieren die Möglichkeiten zur Erholung

Gründung

1970; 1997 erweitert

Verwaltung

Nationalparkverwaltung, Freyunger Straße 2
94481 Grafenau, Tel.: 0 85 52 / 96 000, Fax: 0 85 52 / 96 00 100, poststelle@fonpv-bay.bayern.de
Eine Sonderbehörde des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Aus-
zeichnungen

1972 internationale Anerkennung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources (IUCN). Seit 1986 Verleihung des Europadiplom der Kategorie A durch den Europarat (letztmals 2001 verlängert bis 2006)

Anreise mit dem Auto

Anreise
mit dem Zug

Bahnverbindung nach Zwiesel und Spiegelau
Fahrplanauskunft der Deutschen Bundesbahn

Mobil in der Region

Öffentliches Personennahverkehrssystem ("Igelbusse" im Rachel-Lusen-Gebiet vom 15. Mai bis 4. November).

Auskünfte

Informationen, Faltblätter, Bücher etc. für Besucher: Hans-Eisenmann-Haus, Böhmstraße 35,
94556 Neuschönau (Telefon 0 85 58 / 96 150)

Informationsstelle Ludwigsthal, Eisensteinerstraße 1
94227 Zwiesel (Tel. 0 99 22 / 86 92 36)