Größe |
24.250
Hektar (Staatswaldbesitz) |
Lage |
In den Landkreisen Regen
und Freyung-Grafenau im Inneren Bayerischen Wald entlang der Grenze zur Tschechischen
Republik |
Höhenlage |
Zwischen 600 und 1453
Meter (Kolbersbach / Großer Rachel) |
Geologie |
überwiegend Urgesteine
aus Granit und Gneis. Meist saure Bodenentwicklung |
Klima |
Rau mit kontinentaler
Tönung; lange, schneereiche Winter und kühle, feuchte Sommer
Jahresmitteltemperatur:
je nach Höhenlage 2 bis 6 Grad C
Jahresniederschläge:
1200 mm (Tallagen) bis über 2000 mm (Kammlagen) |
Vegetation |
Waldanteil über 98 % der
Nationalparkfläche
Bergfichtenwälder in den Hochlagen ab 1.200 m Seehöhe
Bergmischwälder (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) in den Hanglagen
Aufichtenwälder in den nassen Talmulden mit nächtlichem Kaltluftstau
Hochmoore, Bergbäche, Eiszeitsee sowie nacheiszeitliche Blockfelder |
Tierwelt |
Typisches Artenspektrum
mitteleuropäischer Bergwälder wie Rothirsch, Reh, Wildschwein, Fuchs, Dachs, Marder und
auch Fischotter; über 50 Waldvogelarten, darunter sehr seltene wie Auerhuhn, Haselhuhn,
Schwarzspecht, Weißrückenspecht, Dreizehenspecht, Rauhfußkauz, Sperlingskauz,
Hohltaube; zahlreiche, auch seltene Insektenarten, insbesondere auf Totholz lebende Käfer
Natürlich zurückgekehrt sind Luchs, Wanderfalke und Schwarzstorch |
Rad- und Wanderwege |
Über 300 km gut markierte
Wanderwege erschließen die charakteristischen Landschaftsausschnitte des Nationalparks
wie Berggipfel, Bergbäche und auch Moore.
Mehr als 200 km markierte Radwege durchziehen den Nationalpark und verbinden an drei
Grenzübergängen für Fußgänger und Radfahrer bei Ferdinandsthal, Gsenget und Buchwald
den Nationalpark Bayerischer Wald mit dem Nationalpark Sumava
Unentbehrlicher Bestandteil jedes natürlich sich entwickelnden Waldes, in dem der Mensch
nicht pflegend oder nutzend eingreift, sind aber auch absterbende Bäume. Achten Sie
deshalb bei Ihren Wanderungen auf herabstürzendes Totholz und verlassen Sie den Wald bei
stürmischem Wind. |
Besucher-
einrichtungen |
Informationszentrum mit
Hans-Eisenmann-Haus, Tier-, Pflanzen- und Gesteins-Freigelände, Infostelle Ludwigsthal,
Erlebnisweg Watzlik-Hain, Erlebnisweg "Schachten & Filze, Seelensteig,
Aufichtenwaldsteg, Hochwaldsteig, Waldspielgelände, Felswandergebiet
Das zweisprachige grenzüberschreitende Waldgeschichtliche Wandergebiet "Natur &
Geschichte erleben" verbindet die beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava am
Fußgänger- und Radfahrer-Grenzübergang bei Buchwald/Bucina miteinander.
Kneippanlagen, Spiel- und Grillplätze komplettieren die Möglichkeiten zur Erholung |
Gründung |
1970; 1997 erweitert |
Verwaltung |
Nationalparkverwaltung,
Freyunger Straße 2
94481 Grafenau, Tel.: 0 85 52 / 96 000, Fax: 0 85 52 / 96 00 100,
poststelle@fonpv-bay.bayern.de
Eine Sonderbehörde des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz. |
Aus-
zeichnungen |
1972 internationale
Anerkennung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural
Ressources (IUCN). Seit 1986 Verleihung des Europadiplom der Kategorie A durch den
Europarat (letztmals 2001 verlängert bis 2006) |
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